Viel Positives, aber leider auch einige negative Punkte gab es bei der Jahreshauptversammlung des TSV Schnaitsee im Sportheim zu hören und zu diskutieren.
Als erfreuliche Punkte stellte der Vorsitzende Günter Verbega die bevorstehende Sanierung des Ausweichplatzes, die Installation des Flutlichts am Hauptplatz und die neue Karateabteilung heraus. Beim Bericht des Abteilungsleiters Ski, Karl Hopf wurde deutlich, dass die beliebte Schnaitseer Langlaufloipe vor dem Aus steht. „Unter den Besingungen wie im letzten Jahr können wir diese Aufgabe finanziell nicht mehr meistern. Allein mit der Sparte Langlauf haben wir ein Minus von 3400 Euro eingefahren. Die Spendenbereitschaft, besonders von auswärtigen Benutzern der Loipe, ist miserabel. Insgesamt wurde im langen Winter nur rund 250 Euro in die Spendenbox gegeben“ monierte Hopf. Bürgermeister Vitus Pichler versprach hier gemeinsam mit dem TSV eine Lösung zu suchen. Dabei war gerade im letzten Jahr die Loipe durch ihre Ausweitung noch attraktiver geworden.
Pichler bedankte sich für die unzähligen ehrenamtlichen Stunden, die vom TSV für die Jugend der Gemeinde geleistet wurden. „Mich freuen auch eure sportlichen Erfolge. Die gehören dazu und motivieren auch weder für die ehrenamtliche Arbeit. Der TSV ist mit seinen vielen Abteilungen und mit seinen vorbildlich gepflegten Sportstätten aus Aushängeschild für die Gemeinde.“
Verbega möchte auch im Zuge des Straßenbaus nach Eggerding, die Straßenarbeiten dazu nutzen den Sportheimvorbau neu zu gestalten. Als notwendiges Vorhaben muss der Ballfangzaun zur Schule hin erhöht werden. Auch das Kleinspielfeld lassen wir nicht aus den Augen. Er appellierte schon an die Mitglieder, sich bei den Arbeiten zur Verfügung zu stellen um die Eigenleistungen möglichst hoch zuhalten. Er erinnerte an die sehr schöne Feier der Fahnenweihe mit Pfarrer Valentin Tremmel. Ein weiteres Thema seinerseits waren die immens hohen Kosten, die mit Anzahl der Mannschaften natürlich stets steigen. „Hier muss jeder dazu beitragen, dass etwa die Energiekosten so niedrig wie irgend möglich gehalten werden.“ Er dankte Vaclav Demling für die Gestaltung der Homepage und besonders Sonya Irlacher, die das Hausmeisterin der Schule den Verein immer unterstützt.
Der Kassenbericht von Sebastian Schederecker zeigte noch hohe Verbindlichkeiten aus dem Sportplatzbau auf. Besonders freuen ihn jeweils über 5000 Euro Einnahmen aus Spenden und aus Zuschüssen, besonders von der Gemeinde. 4000 Euro wurden für die Platzpflege ausgegeben und über 5600 Euro mussten an die Verbände abgezweigt werden. Nach der Kassenprüfung durch Martin Oberbauer und Rudi Lee wurde die Vorstandschaft für 2010 entlastet.
Aus den Abteilungen:
Karate
Nach seiner Vorstellung durch Verbega gab der neue Abteilungsleiter Richard Schalch einen Überblick über die Philosophie des Karatsports. Er hatte beeindruckende Berichte über den Umgang mit Behinderten, die er mit dieser Sportart betreut. Schalch ist seit über 33 Jahren im Karate tätig und hat große Erfahrung. In Schnaitsee ist der Zulauf sehr erfreulich und er kann neben einer Kindergruppe auch schon mit Erwachsenen trainieren. Auch aus den Nachbargemeinden kommen die Sportler nach Schnaitsee. Am 14. Mai wird eine Veranstaltung des Bayerischen Karateverbandes in der Schnaitseer Turnhalle für die Olympischen Spiele 2018 werben. „Insgesamt werden 100000 Beteiligte erwartet.“ Schalch plant auch schon eine Vereinsmeisterschaft im Winter.
Volleyball
„Wir werden in der kommenden Saison mit einer C-Juniorinnenmannschaft ein zweites Team in den zum Spielbetrieb anmelden“ zeigte sich Brigitte Reichgruber erfreut über den Zulauf vieler jungen Sportlerinnen in der Volleyballabteilung. Sie konnte auch schon über beachtliche sportliche Erfolge der jungen Damenmannschaft berichten. „Dafür zeichnet auch das zweitägige Trainingslager mit Matthias Heiß verantwortlich.“ Dieses soll heuer im September wiederholt werden. Außerdem wird die Abteilung ein Beachturnier veranstalten.
Ski und Snowboard
Karl Hopf berichtete von einem großartigen Trathlon im letzten Sommer. „Mit 120 Teilnehmern steigern wir uns kontinuierlich.“ Die sieger hießen Steffi Eder aus Altenmarkt bei den Damen und Karl Wimmer aus Braunau bei den herren. Durch den Bau der Straße nach Eggerding kann es heuer Probleme mit der Durchführung geben, da Lauf- und Radstrecke über diese Strecke führen. Wie Hopf ausführte sind Alternativen über eine Staatstraße sehr schwierig zu realisieren. „So hängt die Durchführung des Triathlons derzeit in der Luft.“ Der Winter brachte keine großen Aktivitäten. Während es für den Skikurs praktisch keine Interessanten mehr gibt, sinkt auch das Angebot für den Skibasar seit Jahren. „So hat es keinen Sinn mehr, diese Veranstaltungen durchzuziehen.“ Dafür lobte er die Beteiligung an der Skigymnastik, die sehr hoch war.
Tischtennis
„Nach vier Meisterschaften hintereinander in der Jugend geht es hier nicht mehr so weiter, weil die sehr guten Tischtennisspieler in den Herrenbereich wechseln“ ist Georg Edlmann etwas traurig über das Ende einer großen Ära. Als Höhepunkt steht dabei die heurige Saison in der Oberbayernliga, in der das gute Team den fünften Platz belegte. „Ob wohl mehrere junge Spieler im Training sind, wird es lange dauern, bis wieder so ein Leistungsstand erreicht wird. Die beiden Herrenmannschaften belegten in der dritten Kreisliga die Plätze zwei und vier. Vereinsmeister wurde beid en Schülern Felix Brandstätter und bei der Jugend und bei den Erwachsenen Stefan Flötzl.
Damenturnen
Anneliese Unterforsthuber berichtete von zahlreichen Fortbildungsmaßnahmen, die besucht wurden. „Wir können derzeit neun Kurse und ein Dauerprogramm anbieten, die allesamt mit dem Gütesiegel „Pluspukt Gesundheit“ versehen sind. Sie erinnerte an den Workshop mit Beate Benner, der für die Abteilung sehr positiv war und wieder für mehr Zulauf sorgte. Unterforsthuber möchte den Internetauftritt der Damen verbessern. Ganz besonders freute sie, dass mit Annemarie Stein, Christa Berndl und mit ihr selber drei Damen für 20-jährige ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet wurden. „Das ist auch ein Zeugnis für unsere kontinuierliche Arbeit.“
Fußball
Einen breiten Raum nahm natürlich der Bericht von Manfred Heistracher über die größte Abteilung des Verein, Fußball, ein. „Über 110 Kinder und Jugendlichen werden bei uns Woche für Woche von 16 Trainern betreut. Das erfordert eine Menge Koordination und Einsatz.“ Dabei hob er die Leistung der Betreuer hervor, die vollkommen ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig sin. Heistracher erinnerte an das Fußballcamp im Sommer und an die acht Hallenturniere. „Diese Turniere machen zwar eine Menge Arbeit, sind aber finanziell für uns unverzichtbar.“ Hier galt sein Dank besonders Angelika Sewald-Löffelmann, die unermüdlich für alle Turnier die Organisation der Bewirtung übernommen hatte. Im Streifzug durch die Mannschaften konnte Heistracher auch von Erfolgen berichten. Als herausragen nannte er den Gewinn der „Weltmeisterschaft“ der F-Junioren, die sich als Paraguay unter 32 „Nationen“ durchsetzte. „Im Herbst haben die F-Jugend und die EII-Jugend alle ihre Spiele gewonnen und auch die EI hat den Sprung in die Meisterrunde geschafft. D + C-Jugend, sowie die B-Juniorinnen belgen Mittelfeldplätze. Die A- und B-Junioren sind seit letztem Sommer in einer Spielgemeinschaft mit Grünthal und Waldhausen
Für die Herrenteam lässt sich das Jahr 2011 gut an. Mit zwei Siegen unter Trainer Richard Hauser hat die Erste die Tabellenführung übernommen. Auch die Zweite startete mit einem 9:0 Sieg in Babensham in die Rückrunde. „Hier könnte, wenn wir weiter gut arbeiten, am 29. Mai eine Saison erfolgreich abgeschlossen werden.“
Im Ausblick nannte Heistracher den Besuch der Frauen-WM mit dem Spiel Schweden gegen Nordkorea und den besuch des DFB-Mobils am 14. Juli. Die AH besucht Ende April Todtnau im Schwarzwald und wird dort auch zu einem Spiel antreten.
